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Es ist in den Schriften immer wieder von einer Geschäftsstelle
der SPD in der Ludwigstraße die Rede. Es gibt sogar ein Foto
darüber. Doch leider war bis heute nicht in Erfahrung zu
bringen, um welches Haus es sich dabei handelt. Auch ein Versuch
über alte Postkarten diesen Standort zu lokalisieren,
scheiterte. Da das Zollamt und auch das Nebenhaus eine hölzerne
Schaufenstervertäfelung aufwiesen, wie auf dem Foto auch
ersichtlich, könnte man vermuten, dass die SPD-Zeitung mit dem
SPD-Büro eine Einheit gebildet hat.
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DGB-Büro im Ringweg und SPD-Parteibüro
- und die SPD-Geschichte nach 1945
Etwa in Höhe der Einmündung der Ludwigstraße/Ringweg
befand sich in den 70iger Jahren das Büro des DGB
Kaufbeuren.
Viele kennen aber noch das SPD-Parteibüro in der
Schraderstraße, unweit von hier. Es stand bis in die 70iger
Jahre in etwa an der Stelle, wo sich heutzutage der stadtseitige
Eingang des Parkhauses Süd befindet. An etwa der gleichen
Stelle unterhält gegenwärtig die CSU ihre Partei-
und Wahlkreis-Geschäftsstelle.
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Nun fahren wir weiter in der Geschichte der Kaufbeurer SPD. Am
27. April 1945 marschierte die US-Army in Kaufbeuren ein. In der
Stadt bildete sich sogleich ein Antifaschistischer Ausschuss,
in dem die Sozialdemokraten Glöggler, Braig, Huttner, Petrich und
Rudhardt führend mitwirkten. Es wurde dabei ein provisorischer
Stadtrat eingerichtet, dem die Genossen Böck, Huttner und Glöggler
angehörten. Bereits am 29. August 1945 berief die SPD die erste
Parteiversammlung nach 1945 in den Gasthof Traube ein. Die
SPD Kaufbeuren wurde hier offiziell wieder gegründet, am
gleichen Abend traten 30 Mitglieder neu in die SPD ein.
Ein treues Mitglied der Sozialdemokratie um 1910 war der Lithograph
Robert Glöggler, auch Stadtrat und Bürgermeister in Kaufbeuren.
Er wohnte in der Augsburger Straße. Dessen Sohn, Johann
Nepomuk Glöggler, geb. in Kaufbeuren sollte in den 60er und
70er Jahren des 20. Jahrhunderts zeitweise zum größten
deutschen Textil-Unternehmer aufsteigen.
Innerhalb weniger Jahre baute Glöggler das zeitweise deutschlandweit
größte Textil-Imperium auf. In wirtschaftliche
Schwierigkeiten geraten, zwang das bayerische Wirtschaftsministerium,
Glöggler zu einem Sanierungskonzept, das letztlich den Verlust und
die Auflösung des Konzerns zur Folge hatte. Glöggler, mit tausenden
aufgebrachten Arbeitern vor der Tür, trat darauf hin seinen
Rückzug an. Glöggler, aus der großen sozialdemokratischen
Familie stammend, verstarb 94-jährig im Jahre 2004 in einem
Seniorenheim in Füssen.
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